Prop Firm Challenge: Ausfallursachen nachvollziehbar erfassen
Was bedeutet ein gescheiterter Challenge-Versuch?
Ein beendetes Konto erklärt noch nicht, warum die Evaluierung endete. Trennen Sie einen belegten Regelverstoß, freiwilligen Abbruch, Inaktivität, einen technischen Vorfall und fehlende Daten. Ein laufender Versuch ist noch kein endgültiger Misserfolg.
Diese Seite behandelt die Zuordnung von Ausfallursachen. Wie Versuche, Personen und offene Fälle verschiedene Quoten ergeben, erklärt der Leitfaden zu Erfolgsquoten.
Ein prüfbarer Datensatz pro Versuch
Erfassen Sie Anbieter, genaues Produkt, Phase, Regelversion und Beginn und Ende mit Zeitzone. Vergeben Sie eine Versuch-ID und eine getrennte pseudonymisierte Teilnehmer-ID für Wiederholungen.
- Sichern Sie die Mitteilung des Anbieters und die passende Vertragsregel.
- Bewahren Sie Orderhistorie, Equityverlauf, Kosten und Terminalprotokoll für den untersuchten Zeitraum auf.
- Kennzeichnen Sie fehlende Daten und unterscheiden Sie Anbieterentscheidung von eigener Vermutung.
- Veröffentlichen Sie keine Zugangsdaten oder persönlichen Kontounterlagen.
Eine Quote erklärt weder die Einnahmenstruktur noch die Absichten eines Unternehmens.
Ausgang und mögliche Mitursachen trennen
Vergeben Sie für eine summierbare Übersicht genau eine primäre Endkategorie pro abgeschlossenem Versuch. Weitere Faktoren werden ergänzend dokumentiert, nicht als zusätzliche gescheiterte Konten gezählt.
- Tagesverlustregel: ein belegter Verstoß gegen die konkrete Berechnung.
- Gesamtverlustregel: Überschreitung der dokumentierten festen oder nachlaufenden Grenze.
- Andere Vertragsregel: konkrete Regel und beobachtetes Ereignis sichern.
- Freiwilliger Abbruch oder Inaktivität: nicht automatisch als Handelsverlust darstellen.
- Technischer Vorfall: Zeitablauf und Zusammenhang prüfen; eine Verbindungsstörung allein beweist keine Ursache.
- Unzureichende Daten: die Ursache offenlassen.
Emotionen und manuelle Eingriffe können Gegenstand einer Prüfung sein. Ohne entsprechende Aufzeichnungen lässt sich ein einzelner Ausfall aber nicht psychologisch erklären. Eine Rangfolge der häufigsten Branchenursachen wird hier nicht behauptet.
Rechenbeispiel für ein Ausfallregister
Fiktives Beispiel: 20 abgeschlossene Versuche werden geprüft. Davon endeten 8 mit bestätigtem Tagesverlustverstoß, 4 mit Gesamtverlustverstoß, 3 durch freiwilligen Abbruch, 2 durch Inaktivität, 1 durch einen belegten technischen Endvorfall und 2 ohne ausreichende Daten. Die Kategorien ergeben zusammen 20.
8 ÷ 20 = 40% dieser ausgewählten Akten gehören zur Tagesverlustkategorie. Das ist weder eine branchenweite Ausfallquote noch die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Teilnehmer. Wird ein Versuch mehrfach in die Summe aufgenommen, ändert sich die Bedeutung der Kennzahl.
Verlustregeln anhand des Produkts nachrechnen
Tages- und Gesamtverlust können unterschiedliche Referenzen verwenden. Erfassen Sie feste oder nachlaufende Grenze, Reset-Zeit und Zeitzone, Bilanz oder Equity sowie offene Ergebnisse, Kommissionen und Swaps. Ein pauschales 5%/10%-Modell bildet nicht jedes Produkt ab.
Prüfen Sie bei FTMO die ausgewählte Variante auf der offiziellen Zieleseite. Ein Konsistenzkriterium ist nicht automatisch dieselbe Regel wie eine Mindestanzahl von Handelstagen.
Ein fixes Risiko von 0,5–1% je Trade garantiert keinen verbleibenden Spielraum. Gleichzeitige Positionen, Kurslücken und Slippage müssen berücksichtigt werden; eine Stop-Order ist keine Versicherung gegen jede Verlusthöhe.
Automatisierung anhand von Funktionen prüfen
Ein EA kann definierte Logik ausführen. Er kann dennoch Verluste erzeugen, falsch eingestellt sein oder eine Kontoregel verletzen. Prüfen Sie die genaue Version, Parameter, Verlustberechnung, Neustarts und Fehlerfälle. Ein Backtest misst nicht automatisch die Wahrscheinlichkeit, eine Evaluierung zu bestehen.
Auch ein selbst bedienter EA ist nicht überall erlaubt. Die verbotenen Praktiken von The5ers nennen etwa Challenge-Accountmanagement und Einschränkungen bestimmter fremder EAs. Regeln zur Herkunft, zum Quellcode und zu gleichen Transaktionen sind produktbezogen zu prüfen.
Der JPTC EA Hub läuft auf Ihrem eigenen MT4- oder MT5-Terminal und bringt Setfiles mit, die auf Prop-Firm-Regeln ausgelegt sind. Der separate, von JPTC gehostete Algo ist für eigenes Kapital gedacht und nicht für Prop-Firm-Evaluierungen; der Kunde installiert nichts und benötigt dafür keinen VPS. Die Ergebnisseite zeigt die monatlichen Brokerstatementzahlen dieses Algos.
Konkrete Befunde statt allgemeiner Quoten
Eine allgemeine Erfolgsquote sagt wenig über Ihren eigenen Versuch. Konkrete Befunde aus Ihren eigenen Aufzeichnungen sind aussagekräftiger.
Dokumentieren Sie stattdessen pro Befund, welche Regel oder Ausführung abwich, welche Änderung vorgesehen ist und welches Szenario erneut geprüft werden muss. Bewahren Sie auch ungünstige Tests, Kosten und nicht zur Abstimmung verwendete Zeiträume auf.
Die öffentliche JPTC-Taxonomie für abgelehnte EA-Releases ist ein Klassifikationsrahmen, keine repräsentative Teilnehmerstatistik. Eine bestandene Phase, eine spätere Kontozulassung und eine ausgezahlte Reward sind getrennte Ereignisse.
Was die Auswertung tatsächlich zeigt
Berichten Sie die belegten Kategorien mit Umfang, Zeitraum und Datenlücken. Daraus folgt ein gezielter Prüfbedarf, nicht eine Zusage, zu “erfolgreichen 20%” zu gehören. Softwarefunktionen und eine gemessene Verbesserung der Erfolgsquote benötigen unterschiedliche Nachweise.
Sind 80% Ausfall eine gesicherte Branchenzahl?
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